Rezensionen
zur Edition Bod 2009: "Verdammt, das ist gelebte Geschichte" (Vito von Eichborn).
bei amazon im September 2009:
Lediglich der Alltag und die notwendigen Schlafenszeiten hinderten mich daran, "Die Comtesse" im Ganzen zu lesen.
Das Buch bietet alles, was ich von einem für mich interessanten Roman erwarte: Unterhaltung, Spannung, Liebe, Intrigen und das alles wird gekrönt vom Bezug zur französischen Geschichte, der ich mich seit Jahren mit voller Hingabe widme.
Die Autorin entführt den Leser in die Zeit des jungen Sonnenkönigs, sie lässt uns teilhaben an der beginnenden Entstehung des prunkvollsten Machtpalastes der Welt, dem Versailler Schloss, und sie stellt uns den bewundernswerten Versailles-Gärtner André Le Nôtre vor.
Heloise ist die fiktive junge Dame, deren Weg wir hier verfolgen. Als Landadelige wird sie - unfreiwillig - zur Ehrendame der Königin. Doch allmählich gefällt ihr das Leben bei Hofe, vor allem seit ihren Begegnungen mit dem König und André Le Nôtre.
Das neugefundene Glück, in der Gunst des Königs zu stehen, zieht jedoch auch böse Neider an und Heloise findet sich bald in einem Strudel aus Intrigen und Machtspielchen wieder.
Der Autorin gelingt es wunderbar, die verschiedenen Persönlichkeiten darzustellen, indem sie u.a. abwechselnd aus deren Sichtweisen erzählt.
Die Beschreibungen der Orte, der Personen und der Situationen sind detailgetreu und ausführlich, so dass es dem Leser leicht fällt, sich in alles hineinzufinden und die Geschichte nachzuvollziehen.
in der Westfälischen Rundschau (21.7.2009):
Ob sie etwas dagegen hätte, sei sie gefragt worden. Aber was hätte sie dagegen haben sollen, dass ihr Buch in einer speziellen Edition neu aufgelegt wird? Amalia Kardonas sah darin eher eine Ehre. Welche Auszeichnung das tatsächlich war, hat sie erst nach und nach verinnerlicht.
Kein geringerer als Vito von Eichborn, Mitbegründer des gleichnamigen Verlags, hat ihre „Comtesse” entdeckt. Die Geschichte von Heloise, die im 17. Jahrhundert zum Hof Ludwigs des XIV. von Frankreich berufen wird und sich gleich in ihn verliebt. Amalia Kardonas nimmt ihre Leser mit auf eine Zeitreise in die Vergangenheit, lenkt ihre Blicke auf das Leben bei Hofe mit all seinen Intrigen, Ränkespielen und Verwirrungen. Die minutiöse Recherche hat vier Jahre in Anspruch genommen. Ein Benediktinermönch, der, wie sie sagt, „350 Jahre zu spät lebt und tief mit dem Barock verwurzelt ist”, hat sie mit der hochherrschaftlichen Sprache dieser Zeit vertraut gemacht. So konnte sie ihren Figuren möglichst viel Authentizität verleihen. Und diese Autenthizität hat Eichborn überzeugt.
„Verdammt, das ist gelebte Geschichte”, hat der Verleger der Breckerfelderin ins Vorwort geschrieben, das er als Gespräch zwischen sich selbst und einer Buchhändlerin seines Vertrauens formuliert hat. „Die Fakten sind minutiös recherchiert ..., diese Figuren sind ungeheuer plastisch.” Deswegen sei dieses Buch es wert, gelesen zu werden.
Und genau solche Bücher sucht er seit 2006 aus der Vielzahl der Veröffentlichungen heraus, die bei „Books on Demand” (BoD) erscheinen. Für seine Edition BoD. Jeden Monat nur eines. Aber allesamt Bücher, die auch in einem Publikumsverlag hätten erscheinen können, wie er in einem Interview gesagt hat.
Bislang ist „Die Comtesse” per Computerbestellung zu bekommen. Oder bei Amalia Kardonas selbst. Oder in der Reinigung Westphal an der Denkmalstraße. Und auch bei Blumen Lipke in Ennepetal-Milspe sind Exemplare der ersten Auflage erhältlich. Mit Aufnahme in die Edition BoD (ISBN 978-3-8370-5327) ist der Absatz in den vergangenen drei Wochen bereits erheblich angewachsen. Und im Herbst wird der historische Roman der Breckerfelderin dann auch auf der Frankfurter Buchmesse präsentiert. Amalia Kardonas wagt einen Traum: „Andere von Eichborn empfohlene Bücher sind schon auf der Spiegel-Bestsellerliste gelandet.”
in der Westfälischen Rundschau (14.7.2007):
"Breckerfeld. (sie) Die junge Frau will nicht, aber sie muss sich fügen: Gegen ihren Willen schicken die Eltern Héloise nach Paris an den Hof des Königs. Héloise de Clement-Barentin ist "Die Comtesse", die Titelfigur des druckfrischen Erstlings-romans von Amalia Kardonas.
Die 38-Jährige ist bei den Recherchen für ihr Buch tief eingetaucht in die Geschichte des französischen Hochadels im 17. Jahrhundert. Um eine Reihe von Fakten aus den Geschichtsbüchern sponn sie die Geschichte der Héloise, die für Königin Marie-Therese tätig wird und sich in deren Gatten Louis XIV. verliebt. Der Gärtner André Le Nôtre, seinerseits, der die Parkanlagen von Versailles repräsentativ gestalten soll, findet in der jungen Comtesse seine Muse. Liebe, Leidenschaften, Ränkeschmiede - bei Hofe (und nicht nur da) waren das wohl schon immer die Geschichten, die das Leben schreibt. Amalia Kardonas nimmt ihre Leser mit auf eine Zeitreise in die Vergangenheit: Nach zahllosen Gesprächen mit einem Benediktinermönch, der - wie sie sagt - "350 Jahre zu spät lebt und tief mit dem Barock verwurzelt ist", hat sie ihren Figuren die Sprache gegeben, die um 1650 in den hochherrschaftlichen Kreisen gesprochen wurde. Sie führt die Gewänder vors geistige Auge, mit denen sich edle Damen wie Herren einst üppig ausstaffierten. Heilkräuter, Aberglaube, Musik - alles sollte stimmen in ihrem ersten Buch, das sie in vier Jahren hat reifen lassen und das nun über 300 Seiten umfasst. "Und ich hätte noch mehr schreiben können", denkt sie auch über eine Fortsetzung nach.